St. Johannis Kirche Salzhausen

Friedhof

Nachdem der Friedhof in rund um die Kirche geschlossen wurde, entstand im Jahre 1908 der neue Friedhof in Ortsrandlage.Die 1910 erbaute Kapelle wurde 1999 um einen Anbau im nördlichen Teil und um ein Nebengebäude erweitert. Hierdurch wurde die Zahl der Sitzplätze von ursprünglich 80 auf jetzt ca. 160 verdoppelt. Die Form des Kreuzganges bietet die Möglichkeit, die Kapelle, je nach Ort der Bestattung nach Westen, Norden oder Osten zu verlassen. Im Nebengebäude stehen neben Toiletten und Baggergarage zwei Abschiedsräume zur Verfügung. Diese sind zwar klein, bieten aber den Angehörigen die Möglichkeit, nach eigenem Ermessen – sie bekommen einen Schlüssel ausgehändigt – ihre hier aufgebahrten Verstorbenen aufzusuchen und Abschied zu nehmen.

Bei einer Trauerfeier betreten wir die Kapelle durch den Haupteingeng. Hinter uns schließt sich ein schwere Tür und ein dunkler Vorhang. Vor uns sehen wir den Sarg oder die Urne des Verstorbenen. Aber hier ist nicht das Ende. Wenn wir unseren Blick heben, sehen wir ins Licht. Es steht als Symbol für unseren christlichen Glauben.

Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Johannes 8, 12


Dieser Friedhof unterscheidet sich durch seine kirchliche Trägerschaft von den anderen Friedhöfen in unserer Samtgemeinde.

Es ist uns wichtig, nicht nur in der Kapelle sondern an unterschiedlichen Orten des Friedhofs deutlich zu machen, dass dies ein kirchlicher Friedhof ist, dass unsere Hoffnung über den Tod hinaus geht.

Friedhöfe sind immer auch ein Spiegel der Gesellschaft. Wenn sich die Gesellschaft verändert, wandelt sich auch die Bestattungskultur.

Familien werden kleiner und mobiler; sie leben nicht mehr über Generationen hinweg an einem Ort.

Dieser Wandel zeigt sich auch auf unserem Salzhäuser Friedhof und ist an vielen Stellen zu beobachten:

Familiengrabstätten werden verkleinert und neue Grabstätten nur noch als Einzel- oder Doppelgräber erworben. Dadurch entstehen viele freie Flächen.

Da Angehörige zunehmend nicht mehr in der Nähe wohnen, werden immer häufiger pflegelose Grabformen nachgefragt.

 

Wir sehen unsere Aufgabe darin, diesen Wandel zu gestalten.

Das heißt konkret: frei werdende Flächen werden als gut zu pflegende zusammenhängende Rasenflächen angelegt, die gleichzeitig einen ruhigen Rahmen für die bestehenden Grabstätten bilden.

Außerdem werden wir zunehmend neue Grabformen anbieten

So sind Bestattungen in Rasenlage sowohl für Särge als auch für Urnen möglich.


Als Alternative zur Rasenlage gibt es seit 2010 eine weitere Form einer pflegefreien Grabstätte, die als Urnengemeinschaftsfeld gleich hinter unserer Kapelle am Hauptweg angelegt ist.

Sie ist ähnlich einer Familiengrabstelle gestaltet, mit einem großen gemeinsamen Stein für die Namen der Verstorbenen und bietet für 16 Urnen Platz. Die Pflege, einschließlich einer jahreszeitlich wechselnden Bepflanzung ist an einen Gärtner vergeben.

Für Sargbestattungen gibt es als Alternative zum Rasengrab die Möglichkeit für ein Rasengrab mit stehendem Stein und einer kleinen Pflanzfläche.

Denn wir beobachten, dass es vielen Angehörigen doch ein Bedürfnis ist, die Grabstelle individuell zu gestalten, sei es durch eine Pflanze oder das Aufstellen eines Engelchens. Dieses ist bei einem reinen Rasengrab leider nicht möglich.

Unser Anliegen ist es, den Angehörigen der Verstorbenen unterschiedliche Grabformen anzubieten, für einen Ort des Gedenkens, der auch Raum für Individualität lässt ohne im Pflegeaufwand zu überfordern.

 

Ich liege und schlafe und erwache, denn der Herr hält mich. Psalm 3, Vers 6

 

Unsere Vision für diesen Friedhof ist, dass er neben dem Ort der Trauer und der Erinnerung auch immer mehr zum Ort der Begegnung wird. Hierfür haben wir schon unsere „Nimm – dir – Zeit – Laube“ geschaffen. Rund um die große Eiche auf dem hinteren Teil des Friedhofs ist Dank einer großzügigen Spende eine rustikale Sitzbank entstanden und an vielen Stellen  finden Sie Bänke, die zum Ruhen und Klönen einladen.

Wir wünschen uns, dass sich die Besucher unseres Friedhofes hier wohl fühlen und dass der Friedhof zum Garten des Lebens wird.



Bestattungsformen

  • Wahlgräber (für Sarg- und Urnenbestattung):

    …sind Gräber, die für eine oder mehrere Grabstellen vergeben werden.
    Für die Pflege und Gestaltung des Grabes ist der Nutzungsberechtigte verantwortlich.

  • Rasengrab mit Pflanzfläche (für Sargbestattung):

    ... sind Gräber in Rasenlage mit einer Beetabgrenzung  (100 x 100 cm).
    Dadurch ist es möglich ein stehendes oder liegendes Grabmal zu verwenden und eine kleine individuelle Bepflanzung anzulegen.
    Die Rasenpflege übernimmt der Friedhofsträger.

  • Urnengemeinschaftsgrab mit Namens-Steele:

    …ist eine Gemeinschaftsanlage für Urnenbestattungen mit einem gemeinsamen Grabmal, auf dem Namen sowie Geburts- und Sterbejahr eingraviert werden.
    Die Gestaltung und Pflege übernimmt der Friedhofsträger. 

  • Rasengräber (für Sarg- und Urnenbestattung):

    … sind Grabstätten auf Rasenflächen, die der Reihe nach belegt werden.
    Gestaltung und Pflege der Grabstätte obliegt ausschließlich der Friedhofsverwaltung.
    Die Namensplatte ist bündig in den Boden zu verlegen.
    Anpflanzungen und das Aufstellen von Schalen u. ä., stehender Grabschmuck oder andere individuelle Grabgestaltungen sind nicht zulässig. Auf der Grabstelle liegende Blumensträuße werden beim Rasenmähen abgeräumt.